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Tuesday, 22. May 2012
 
 
Papstbesuch
 
     
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  Sie sind hier: Papstbesuch in Freising 2006
Wasserwacht Kranzberg
Der Papst in Freising
 
Es war finsterste Nacht, als um 04:00 Uhr am 14.09.06 mein Wecker klingelte. Kurz darauf waren ich und unzählige weitere Helfer auf den Beinen um die letzten Vorbereitungen für den Papstbesuch in Freising zu treffen. Kurz vor 05:00 Uhr trafen wir zu viert im Rotkreuzheim in Freising ein. Nach einer Registrierung aller Sanitäter gab es für die etwa 200 Helfer vom Roten Kreuz erst einmal ein ausgiebiges Frühstück. Anschließend wurde der bevorstehende Einsatz erklärt und immer noch etwas müde begaben wir uns beim Sonnenaufgang zu unsrem Einsatzort.
 
Insgesamt waren entlang der Strecke vier so genannte „UHS’sen“ (Unfall-Hilfs-Stellen) eingerichtet worden. Die Wasserwacht Kranzberg wurde der UHS1 auf dem Mitarbeiterparkplatz vom Krankenhaus Freising zugeteilt. Dort angekommen hieß es erst einmal warten, bis die restlichen Hilfskräfte eingetroffen waren. Die drei großen Zelte wurden dann, hauptsächlich von den Sanitätern der Bereitschaften, eingeräumt und auf einen möglichen Einsatz vorbereitet. Danach wurden die Sanitäter auf die Zelte verteilt und eingewiesen, damit auch jeder im Ernstfall weiß, was er zu tun hat.
 
Wir bekamen die Karte für die Schranke und sorgten dort für eine reibungslose Ein- und Ausfahrtsmöglichkeit. Gegen 08:00 Uhr kam, gerade noch rechtzeitig vor der Schließung der Sicherheitszone, der von allen heiß ersehnte Kaffee! Während der Papst auf der Strecke unterwegs war, durfte absolut niemand die Straße betreten. In einem Notfall hätte der gesamte Konvoi angehalten werden müssen und erst bei Stillstand wurde es den Sanitätern erlaubt, die Straße zu überqueren. Zum Glück trat dieser Fall aber nicht ein. An unserer UHS hatten wir keinen Einsatz zu melden und insgesamt gab es auch keine größeren Notfälle.
 
Gegen 10:00 Uhr war es dann soweit, fünf Hubschrauber kreisten über Freising! Doch zwischen der Landung des Papstes und dem Moment, an dem er unseren Standort passierte, hieß es erneut warten. Die Spannung wuchs unter den Besuchern sichtbar an. Etwa eine halbe Stunde später kam dann das Papamobil in Sicht und Jubelrufe wurden laut. Keine Minute später war er auch schon wieder vorbei und weiter auf dem Weg zur Innenstadt. Der Besucherstrom floss Stadteinwerts, während wir wieder zu den Zelten zurückgingen.
 
Damit war unser Einsatz aber noch lange nicht vorbei! Die Sperrung der Straßen wurde noch bis etwa 13:00 Uhr aufrechterhalten, bis der Papst wieder sicher Freising verlassen hatte. Anschließend wurde für die Helfer bei den Maltesern ein leckeres Mittagessen ausgegeben. Es gab Semmelknödel und Gulasch, Salat und jedemenge Süßes! Die Schattelbusfahrer, darunter auch ein Mitglied unserer Wasserwacht, mussten anschließend noch von allen UHS’sen die Sanitäter mit ihrer Ausrüstung abholen und zum Essen oder zum Rotkreuzheim fahren. Gegen 15:00 Uhr traten dann auch wir den Heimweg an.
 

Es war ein langer und anstrengender Tag für uns, dennoch wird er unvergesslich bleiben.
  
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