Kranzberg, Samstagmorgen, 08:00 Uhr:
„Müssen wir jetzt wirklich aufstehen?“ „Ja, müssen wir!“ Etwas müde aber trotzdem voller Neugier brachen Daniela und ich am 16.04.2005 das erste Mal zum Pantaleonsberg auf. Die ziemlich verfallene Turnhalle und die anschließenden Wohnräume sollten renoviert werden. Unser erster Auftrag lautete: „Folgt mir, aber Vorsicht! Nur auf die Balken treten!“ Es ging hinauf in den Dachboden. Dort lagen überall Styropor-Teile, Zeitungen angefangen von etwa 1953 bis 1985 und Unmengen an Kies und sonstigem Müll herum. Das musste alles mühsam hinausgeschafft werden. Weitere Mitglieder unserer Wasserwacht zerkleinerten währenddessen meterlange Heizkörper.
Auch an den beiden nachfolgenden Samstagen gab es viel zu tun. Holzverkleidungen, Erhebungen, Fließen, Sanitäranlagen und weitere unzählige Eimer Kies wurden nach draußen geschleppt. Am schwierigsten erwies sich jedoch der alte Heizungsofen. Dieser wurde nämlich auf etwa 300 kg geschätzt! Mit vereinten Kräften und einem sehr alten Sackkarren schafften wir es jedoch, ihn in den Container zu befördern. Dazu wurden Bretter herbeigeholt, über diese der, bei einem so schweren Teil, bedeutend große Höhenunterschied überwunden werden sollte. Der Container wurde zum Schutz noch eilig mit Holz ausgepolstert. Ein kräftiger Schups – der Ofen war geschafft. Bis auf ein paar kleinere Verletzungen, die von unseren Sanitätern versorgt wurden, gab es keine weiteren Zwischenfälle. Auch dann nicht, als der baufällig gewordene Kamin auf dem Dach abgetragen wurde.
An allen diesen drei Samstagen herrschte traumhaftes Wetter, was uns die leckeren Leberkässemmeln von Frau Haslbeck noch mehr genießen ließ. Herzlichen Dank für die gute Verpflegung! Abschließend möchte ich noch festhalten, dass die Arbeit, wenn sie auch meistens ziemlich staubig und schmutzig war, in angenehmer Gesellschaft viel leichter ging und es sehr viel Spaß gemacht hat. Selbst unser Bürgermeister Herr Scholz ließ keinen Tag aus und half tatkräftig mit. Durch die freiwilligen Helfer konnte in drei Tagen sehr viel geschaffen werden.