An der sehr realistisch und aufwendig inszenierten Übung nahmen die unterschiedlichsten Rettungsgruppen teil: die Feuerwehr, die Wasserwachten im Umkreis, die Johanniter, ein Notarzt, das Technische Hilfswerk und auch die Gemeinde Eching unterstützte das Unternehmen.
Kurz vor 9 Uhr kam der erste Alarm zum Sammeln am Neufahrner Mühlsee, wenig später wurden wir zum Einsatz an den Echiger See gerufen. Da die Unfallstelle am Steilufer des Sees lag, wurden die Boote der Wasserwachten an der gegenüberliegenden Seite zu Wasser gebracht. An der Unfallstelle ergab sich ein recht beeindruckendes Bild. Ein Auto war offensichtlich mit hoher Geschwindigkeit in die Leitplanke gerast, die Feuerwehr musste das Dach abtrennen, um die Verletzten retten zu können. Ein weiteres Fahrzeug wurde im See vermutet. Es gab viele Verletzte, darunter auch einige Radfahrer, einige Verletzungen waren ziemlich schwer. Die Erstversorgung wurde gleich an der Unfallstelle vorgenommen, hier wurden die Verletzungen diagnostiziert, die Verletzten auf Tragen gelegt, um sie anschließend zum inzwischen eingerichteten Verbandsplatz bringen zu können. In sicherem Abstand zur Unfallstelle hatten die Johanniter ein beheiztes Zelt aufgebaut. Dorthin wurden die Verletzten, die teilweise schwere Unterkühlungen erlitten hatten, gebracht und bis zu ihrem Transport ins Krankeuhaus weiter versorgt.
Nero, der ausgebildete Wasserwacht-Hund war selbstverständlich auch mit dabei und wartete gelassen auf seinen Einsatz. Da im See ein weiteres Unfallfahrzeug vermutet wurde, bereiteten sich die Taucher auf eine Ringsuche vor, die vom Boot aus gesteuert wurde. Aus dem versunkenen Fahrzeug konten drei Opfer nur noch tot geborgen werden. Nachdem auch das letzte Opfer aus einem anliegenden Feld geborgen und versorgt war, konnte die Feuerwehr mit den Aufräumungsarbeiten beginnen. Zur Bergung der Fahrzeugs aus dem See war das THW angefordert worden. Taucher befestigten das Wrack unter Wasser mit Seilen am Haken des Krans, der es dann mit großer Vorsicht herauszog. Es war eine sehr spannende und lehrreiche Übung, bei der es auf die gute Zusammenarbeit aller Rettungskräfte ankam.
Wir möchten uns bei allen beteiligten Organisatoren, Helfern, Gastgebern und nicht zuletzt bei den Mimen recht herzlich bedanken!