Zweimal im Jahr treffen sich die Mitglieder der Wasserwacht Kranzberg, egal ob jung oder alt, um gemeinsam die so genannte "Seebegehung" zu machen. Jeweils zu Beginn und etwa in der Mitte der Badesaison durchstreifen wir das Ufer des Kranzberger Sees, zu Land und zu Wasser. Mit Müllbeuteln und Einmalhandschuhen bewaffnet sind wir für allerhand Fundsachen gerüstet und zu finden ist leider erstaunlich viel.
Angefangen von vergessener Unterwäsche über Glasflaschen und Getränkedosen bis zu den geliebten Badeschlappen sind alle Müllsorten vertreten. Bierdosen, Kaffeebecher, Zigarettenschachteln, Plastiktüten, Glasflaschen – ein alltäglicher Anblick in vielen Großstädten. An manchen Stellen würde es schon fast mehr auffallen, wäre der Müll einmal nicht da. Doch nur in Großstädten? Nein!
Inzwischen breitet sich die Umweltverschmutzung auch bei uns aus! Immer öfter findet sich im Gebüsch, am Wiesenrand oder im Wald achtlos weggeworfener Müll. Besonders fällt es uns am Kranzberger See auf. Das erste, was uns morgens begrüßt, sind schwimmende Bierflaschen, Eispapiere und eine Vielzahl anderer Gegenstände.
Das ist zum einen nicht schön anzusehen, zum anderen aber auch gefährlich. Unser See ist besonders wegen der seichten Uferzone bei Eltern mit kleineren Kindern sehr beliebt. Zerbrochene Glasflaschen, Kronkorken, Getränkedosen und ähnliches stellen eine unnötige Verletzungsgefahr dar. Auch für die Wassertiere ist es schädlich, da sie sich darin verfangen können.
Zwar führt die Wasserwacht zweimal im Jahr die so genannte „Seebegehung“ durch, bei der der Müll gesammelt wird, doch soll und kann es nicht unsere Aufgabe sein, den ständig neu auftauchenden Unrat wöchentlich zu beseitigen. Dieser Umweltverschmutzung können wir nur gemeinsam entgegenwirken. Wir appellieren deswegen an die Besucher des Sees, ihren Müll in die dafür vorgesehenen Behälter zu werfen, die rund um den See aufgestellt sind. Wir wollen doch nicht, dass unsere Landschaft bald einer Großstadt gleicht?